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Ernstfall

Szenarien

Vorgefertigte Playbooks für typische Notlagen.

Was Szenarien sind

Ein Szenario ist ein vorgefertigtes Playbook für eine typische Notlage. Statt im Ernstfall zu überlegen „was tun wir bei Ransomware?", folgen Sie der Liste der Schritte, die im Szenario hinterlegt sind.

Erreichbar über die Sidebar „Ernstfall → Szenarien".

Globale und eigene Szenarien

  • Globale Szenarien sind plattformweit hinterlegt und werden vom Plattform-Betreiber gepflegt. Ein typisches Set: Ransomware, Stromausfall, Datenpanne, Internet-/Telefon-Ausfall, Ausfall Dienstleister.
  • Eigene Szenarien legen Sie pro Mandant an, wenn Sie spezielle Lagen haben — z. B. „Maschinenausfall in Halle 2" für einen Fertigungsbetrieb.

Ein Szenario aufbauen

Klick auf ein Szenario öffnet die Detail-Seite. Pro Schritt:

  • Reihenfolge — Schrittnummer.
  • Titel — z. B. „Betroffene Systeme isolieren".
  • Beschreibung — präziser, wenn nötig mehrere Sätze.
  • Verantwortlicher — eine Rolle (besser, weil flexibler) oder eine Person.
  • Geschätzte Dauer — z. B. „15 Minuten" oder „bis 2h".

Was ein gutes Szenario ausmacht

  • Zwischen 5 und 12 Schritte. Mehr ist im Stress nicht abarbeitbar.
  • Konkrete Verben: „Anrufen", „Server isolieren", „Mail an Mitarbeiter". Nicht „prüfen" oder „bewerten".
  • Reihenfolge ist Reihenfolge — der erste Schritt sollte wirklich der erste sein.
  • Mit Rollen, nicht mit Namen arbeiten. Wenn Frau Schmidt heute kündigt, soll das Szenario weiter funktionieren.

Szenario starten

Auf der Detail-Seite Knopf „Lauf starten":

  • Tabletop-Übung — der Lauf wird als Übung markiert, kein rotes Banner, keine Eskalation.
  • Echte Lage — der Lauf löst das Krisen-Cockpit aus, das rote Banner erscheint, und die Schritt-Liste wird zur Live-Checkliste.

Wer den Lauf gestartet hat, ist im Audit-Log nachvollziehbar.

Wer was sehen darf

Globale Szenarien sind für alle Team-Mitglieder lesbar. Eigene Szenarien anlegen, bearbeiten und Läufe starten dürfen alle. Löschen darf nur Admin und Owner.

Praxis-Hinweis: Üben Sie pro Jahr mindestens zwei Szenarien als Tabletop. Das deckt die typischen Lücken auf — falsche Telefonnummern, fehlende Stellvertretungen, unklare Eskalations-Schritte.